Analyse: Auf Chinas Immobilienmarkt zeichnet sich das „Ponzi-Schema“ ab
Die 120 Kilometer lange Zugfahrt zwischen den Städten Luoyang und Zhengzhou ist ein Musterbeispiel für wirtschaftliche Malaise und geplatzte Träume. Vor den Fenstern ziehen während der einstündigen Fahrt immer wieder neue, halbfertige Wohntürme vorbei. Etliche Gebäude scheinen nahezu fertig gestellt; andere dienen bereits als Wohnhäuser für Familien. An vielen weiteren unfertigen Skelettbauten wiederum hat man die Arbeit längst eingestellt.
Chinas Zero-Covid-Politik stellt eine weitere Ursache dar. Die chinesische Zentralregierung zwang Dutzende von Städten zur Durchführung tage- bis wochenlanger Hausarrests bei nachgewiesenen Fällen von Covid. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung sind die Millionenstädte Chengdu und Shenzhen vollständig oder teilweise abgeriegelt. Besichtigungen und Immobilienkäufe blieben aufgrund der Lockdowns aus.
Die Immobilienmärkte seien „rasant in eine schwere Depression abgerutscht“, hieß es in der Bilanz. Die angespannte Lage von Country Garden zeigt, dass die Probleme nicht mehr nur einzelne Anbieter betreffen, sondern inzwischen die gesamte Branche gefährden. Die möglicherweise offensivste Lokalagenda wird derzeit in Zhengzhou erprobt. In einer Richtlinie der Stadtverwaltung heißt es, dass alle ins Stocken geratenen Bauvorhaben bis zum 6. Oktober wieder aufgenommen werden müssen. Insolvente Unternehmen, die dazu nicht in der Lage sind, müssen einen Umstrukturierungsantrag für Neuinvestitionen stellen. Auch sollen diese dazu dienen, Immobilienkäufern wie Liu die geleisteten Anzahlungen zurückzuerstatten.
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