Zu langsam, zu spät: Die Regierung reagiert auf die desaströse Lage bei der Gesundheitsversorgung von Kindern. Was davon und vom heutigen PR-Stunt in einer Kinderklinik zu halten ist – ein einordnender Kommentar.
Als ich neulich in der Apotheke Schmerz-Zäpfchen für meine zweijährige Tochter kaufen wollte, verlangte die Apothekerin meines Vertrauens, die Packung auf den Tresen legend, eine Art Heiligsprechung: „Da haben Sie aber Glück gehabt, das war unsere letzte Packung. Und wir bekommen einige Zeit keine mehr.“Ich traute meinen Ohren kaum. Zugegeben brauchen wir auch sehr selten Medikamente für unsere Kleine.
Aber die Strukturen sind ja das Problem, nicht Finanzmittel allein. Wo bleibt zum Beispiel eine Digitalisierungsoffensive, die die Menschen im Gesundheitssystem von bürokratischen Lasten befreit und mehr Zeit für die Arbeit mit Menschen gibt? Wer die Zettelwirtschaft in Kliniken als Patient erlebt, wundert sich über nichts mehr.
und Deutschland zu holen. Wenn diese Wette nicht aufgeht, könnten die Preise für Medikamente steigen, ohne dass Engpässe sich verhindern ließen.Selbst im besten Fall dauert es lange, bis wir durch diese Maßnahmen weniger Probleme bei der Versorgung haben. Weder kann man Lauterbach die Misere allein anlasten. Noch gehen alle seine Ideen in die falsche Richtung, ganz und gar nicht.
bestellen, weil sie dort ein paar Cent günstiger zu haben sind und die Ausschreibungsbedingungen es so verlangen. Und die Produktion hierzulande steht still. Verrückt.Und drittens braucht Deutschland einen Mentalitätswandel. Unser Land muss kinderfreundlicher werden.
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