Konfliktregion Bergkarabach: Mehr als 100.000 Armenier sind nach dem Blitzkrieg geflohen. Sie stehen vor einer ungewissen Zukunft.
Innerhalb weniger Tage sind mehr als 100.000 Armenier aus Bergkarabach im Südkaukasus geflohen, nachdem die aserbaidschanische Armee das Gebiet innerhalb von Tagen überrannt hatte. Nun wissen viele von ihnen nicht, wie es für sie weitergeht.
Vor dem Gebäude herrscht ein nicht weniger geschäftiges Treiben. Ein Bus sammelt Flüchtlinge Richtung Ostarmenien ein. Daneben fährt eine Familie im eigenen Pkw los. Der alte graue Toyota ist vollgepackt bis über die Heckscheibe. Auf den Dachgepäckträger hat die Familie eine Schrankwand gelegt und darauf hat sie dann das Hab und Gut, das sich in Säcke verpacken ließ, aufgeschnürt.
Die Geschichte zwischen Armeniern und Aserbaidschanern ist ebenfalls voller Blut. Mit Pogromen und gegenseitiger Vertreibung. Dass Baku trotz Waffenstillstands dann vor zwei Wochen zum Sturm Berg-Karabachs ansetzte, nachdem es vorher die Region monatelang von der Außenwelt abgeschnitten und damit eine humanitäre Katastrophe provoziert hatte, lässt die Armenier auch an Bakus Versprechen zweifeln.
Vayk etwa 140 Kilometer von der Hauptstadt Eriwan entfernt, kommt mit der Vielzahl der Flüchtlinge sichtlich schlechter zurecht als Goris. Die Kleinstadt mit normalerweise nur 5000 Einwohnern ist mit dem Andrang überfordert. Viele der Hilfesuchenden sitzen zwischen ihren Koffern und Plastiksäcken auf der Straße. Edward, ein 47 Jahre alter Arbeiter, zeigt auf seine dick geschwollenen Beine.
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