Im Strafprozess um den Dieselskandal bei Audi gibt es ein weiteres Geständnis. Nach dem Motorenentwickler P. hat jetzt auch der frühere Motorenchef Hatz Vergehen zugegeben. Offen ist noch, ob Ex-Audi-Chef Stadler ein Geständnis ablegt.
gesteht ein weiterer Angeklagter, dass er von den Betrügereien wusste. Der frühere Audi-Motorenchef und Porsche-Entwicklungsvorstand Wolfgang Hatz ließ seinen Verteidiger Gerson Trüg vor dem Landgericht München erklären, er bekenne sich zu den ihm zur Last gelegten Vorwürfen. Ihm sei bewusst gewesen, dass die von ihm mitverantwortete Abgas-Nachbehandlung in zahlreichen Autos illegal gewesen sein könnten.
Das Gericht hatte Bewährungsstrafen zwischen 1,5 und zwei Jahren vorgeschlagen, wenn die Angeklagten vollumfänglich gestehen. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass sie große Schwierigkeiten mit einer Verständigung habe, wenn Stadler aufgrund seiner hohen Einnahmen in seiner Zeit Audi-Chef nicht mindestens einen siebenstelligen Betrag als Bewährungsauflage bekomme. Am Nachmittag soll ein weiteres Rechtsgespräch stattfinden.
Nach vorläufiger Einschätzung der Wirtschaftsstrafkammer dürfte Stadler spätestens im Juli 2016 erkannt haben, dass die Abgaswerte von Dieselautos manipuliert gewesen sein könnten. Er hätte der Sache auf den Grund gehen und und die Handelspartner informieren müssen. Stattdessen habe er den Verkauf der Autos weiter geduldet.Im Fall des dritten Angeklagten, des Ingenieurs Giovanni P.
Der Münchner Prozess um den Dieselskandal läuft seit September 2020. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten unter anderem Betrug vor. So soll Stadler nicht den Verkauf von manipulierten Audis gestoppt haben, nachdem er von der verbotenen Software erfahren habe. Ursprünglich waren vier Beschuldigte angeklagt; das Verfahren gegen einen Angeklagten wurde gegen eine Geldauflage eingestellt.
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