Wahl in der Türkei: Das Ende einer Ära?

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Von der Macht will Erdoğan auch nach 20 Jahren nicht lassen. Aber diese Wahl wird kein Selbstläufer, nicht nur wegen seiner sinkenden Popularität.

Istanbul sechs Tage vor der Präsidentschaftswahl: Amtsinhaber Erdoğan hat weiterhin Fans Foto: Khalil Hamra/ap

Die damals regierende fragile Koalition aus Sozialdemokraten, Kemalisten und Rechten unter der Führung des alt gewordenen Bülent Ecevit, bekam die Folgen des Erdbebens nicht in Griff, was zu einer Bankenkrise und am Ende zu einer schweren Wirtschaftskrise führte. Die Zeit war reif für einen politischen Neuanfang, und Erdoğans AKP gewann aus dem Stand heraus eine absolute Mehrheit im Parlament. Die heutige Situation in der Türkei erinnert in einigen Punkten an diese Zeit.

Anders als im Jahr 2002 ist zwar jetzt keine ganz neue Partei am Start, aber dass enge Bündnis von sechs Opposi­tions­parteien ist durchaus ein Novum für die Türkei, in der Erdoğan in den vergangenen 20 Jahren immer wieder von einer notorisch zerstrittenen Opposition profitiert hat. Noch Mitte der 1960er Jahre lebten 70 Prozent aller TürkInnen auf dem Land und nur 30 Prozent in der Stadt. Istanbul hatte 1965 nur 1,5 Millionen Einwohner. Heutzutage hat Istanbul zwischen 16 und 18 Millionen EinwohnerInnen und insgesamt leben nur noch 30 Prozent der TürkInnen auf dem Land, alle anderen sind in die Städte, überwiegend in die Metropolen eingewandert.

Erdoğan wurde der Präsident dieser Leute, und weil er wenigstens in den ersten Jahren seiner Herrschaft auch für deren wirtschaftliche und kulturelle Interessen eintrat und ihre Si­tua­tion spürbar verbesserte, wurde er ihr Held, dem sie jedes Wort glaubten und deren Gefolgschaft auch durch alle politischen Wendungen ihres „Reis“ nicht erschüttert wurde.

Seit er 2014 erstmals Präsident wurde, werden die noch vorhandenen Profite mehr und mehr nur noch auf Erdoğans Clique verteilt, was natürlich auch seine WählerInnen zu spüren bekommen. Um seine Macht dennoch zu sichern, hat Erdoğan die Repression seit dem Putschversuch 2016 deutlich ausgeweitet. Es betrifft jetzt nicht mehr nur Kurden, Aleviten, regierungskritische Journalisten und die LGBTIQ- Community, sondern jeden politischen Abweichler, auch aus den eigenen Reihen.

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