Laut des ukrainischen Militärs wurde der Kachowka-Staudamm in der Region Cherson von der russischen Armee gesprengt. Das Ausmaß der Zerstörung werde nun geklärt, heißt es. Russland macht dagegen ukrainischen Beschuss für die Schäden verantwortlich.
Im von Russland besetzten Teil der südukrainischen Region Cherson ist nach Angaben der Kriegsparteien ein wichtiger Staudamm nahe der Front schwer beschädigt worden. Kiew und Moskau machten sich am Dienstagmorgen gegenseitig für den Vorfall mit potenziell gravierenden Folgen verantwortlich. Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj berief demnach den Sicherheitsrat des Landes ein.
Von der Zerstörung des Kachowka-Staudammes könnten nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge rund 80 Ortschaften betroffen sein. Das meldet Tass unter Berufung auf Notfalldienste. Weitere Einzelheiten werden zunächst nicht genannt.Das ukrainische Einsatzkommando Süd teilte mit, die russischen Besatzer hätten den Damm in der Stadt Nowa Kachowka selbst gesprengt.
Auf der linken Seite des Flusses Dnipro, wo auch die von den Ukrainern befreite Gebietshauptstadt Cherson liegt, sei mit Evakuierungen begonnen worden. "Das Ausmaß der Zerstörung, die Geschwindigkeit und Menge des Wassers sowie die wahrscheinlichen Überschwemmungsgebiete werden gerade bestimmt", erklärte Prokudin.
Andrij Jermak, der Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, bezeichnet die Zerstörung des Staudammes als "Ökozid" und macht ebenfalls Russland dafür verantwortlich. Die ukrainischen Behörden arbeiteten daran, die Sicherheit der Anwohnerinnen und Anwohner zu gewährleisten.
Der 30 Meter hohe und 3,2 Kilometer lange Damm wurde 1956 am Fluss Dnipro als Teil des Wasserkraftwerks Kachowka errichtet. Der dadurch gebildete Stausee fasst rund 18 Milliarden Kubikmeter Wasser und versorgt das AKW Saporischschja sowie die bereits 2014 von Russland annektierte Halbinsel Krim.
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