Die Staatsanwaltschaft Köln hat ihre Ermittlungen gegen Kardinal Rainer Maria Woelki ausgeweitet. Es geht um den Verdacht des Meineids.
Bereits seit November laufen gegen Woelki strafrechtliche Ermittlungen. Untersucht wird der Vorwurf der falschen Versicherung an Eides statt. Dabei geht es um die Frage, wann Woelki von Missbrauchsvorwürfen gegen den früheren Sternsinger-Chef Winfried Pilz gewusst hatte. Woelki hat sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen.
Die neuen Ermittlungen beziehen sich auf die Vernehmung Woelkis in einem presserechtlichen Verfahren gegen die-Zeitung. In der Sache geht es darum, ab wann Woelki Kenntnisse von zwei Dokumenten hatte, die einen von ihm beförderten Priester belasten. Demzufolge macht der Erstatter der Strafanzeige wegen Meineides darauf aufmerksam, dass Woelki 2018 einen Brief an den Präfekten der römischen Glaubenskongregation, Kardinal Luis Ladaria, gerichtet habe.
Am Dienstag teilte das Erzbistum mit, man habe die Mitteilung der Staatsanwaltschaft zur Kenntnis genommen."Nun gilt es, das Ergebnis der Untersuchungen abzuwarten", so das Erzbistum."Kardinal Woelki bleibt dabei, dass er die Dokumente, um die es im Verfahren geht, zum Zeitpunkt des Verfahrens nicht kannte. Auch an Einzelheiten eines Briefs an den Vatikan, der auf die betreffenden Dokumente Bezug nimmt, kann er sich nicht erinnern.
Das Verfahren, in dem Woelki im März vor Gericht ausgesagt hatte, war im April mit einem Erfolg für ihn zu Ende gegangen. Das Gericht entschied, dass die-Zeitung bestimmte Äußerungen im Zusammenhang mit der umstrittenen Beförderung des Pfarrers nicht mehr verbreiten dürfe. Da der Springer-Verlag jedoch in Berufung gehen wird, ist dieses Urteil noch nicht rechtskräftig.
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