Weil Spielerberater der Fußballbranche Millionen entziehen, will die Fifa eine Reform: mit Lizenzpflicht und einem Deckel für Provisionen. Doch es wachsen Zweifel, ob das juristisch haltbar ist.
In diversen europäischen Ländern laufen juristische Vorgänge dazu, unter anderem in der Schweiz. Auch an mindestens drei deutschen Gerichten ist eine Klage anhängig: in Mainz, Dortmund und Frankfurt. Das erste deutsche Gericht, das nach Einführung des neuen Reglements einen Beschluss zum Thema fasste, war das Landgericht Mainz. Dort klagt der einflussreiche Spielerberater Roger Wittmann, der unter anderem Julian Draxler vertritt. Die Kammer verwies die Sache an den EuGH.
Inhaltlich passt die Haltung des Mainzer Landgerichts auch zu einem anderen juristischen Vorgang. Mit dem Thema Spielerberater befasst sich derzeit auch der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Dort ist eine andere Klage von Wittmann gelandet, die sich noch gegen das alte Reglement richtet. Das Urteil fällt zwar erst am 13. Juni, doch in der Verhandlung ließ der Senat durchblicken, dass er in einem zentralen Punkt dem Vortrag der Berater folgt.
In dem juristischen Dickicht verbirgt sich aber noch eine sportpolitische Note. Denn die Fifa hat die neuen Statuten zwar beschlossen - aber für die nationale Ebene können die Mitgliedsverbände ein Reglement verabschieden, das sich vom Text des Weltverbandes unterscheiden kann. Der Deutsche Fußball-Bund hat noch keines erstellt, und so mancher Spielerberater in Deutschland hofft, dass es zu Modifikationen kommt.
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