In der Superbike-WM ist Ducati der erfolgreichste Hersteller, in der Supersport-Kategorie waren die Italiener ein unbeschriebenes Blatt. Das änderte Nicolò Bulega, der die Weltmeisterschaft 2023 überzeugend gewann.
Die Liste der Erfolge von Ducati in der Superbike-Klasse ist lang und beginnt mit dem ersten Sieg im zweiten Lauf in Donington Park 1988 mit einer 851 durch Marco Lucchinelli. Der erste WM-Titel wurde 1990 von Raymond Roche eingefahren. Heute dominiert Ducati mit 414 Siegen und 18 Titeln die Statistik.
Bescheiden dagegen die Einträge in der Supersport-WM, wo über Jahrzehnte japanische Vierzylindermotorräder mit 600 ccm den Ton angaben. Mit der 749 wurden zwischen 2000 und 2005 lediglich vier Rennen gewonnen. Erst das 2022 eingeführte Next-Generation-Reglement mit dem dazugehörigen Balance-System erlaubte den konkurrenzfähigen Einsatz der 955 V2, mit der Nicolò Bulega in diesem Jahr alles in Grund und Boden fuhr.
Der 23-Jährige startet mit einem Doppelsieg auf Phillip Island in die Supersport-WM 2023, schaffte es danach auf Lombok aber nur im zweiten Lauf als Dritter aufs Podium. Neben Imola sollte Mandalika das einzige Meeting sein, bei dem der Ducati-Pilot keinen Sieg erringen konnte. Beim Europaauftakt in Assen gewann er erneut beide Rennen sowie später in Donington Park, Magny-Cours und Aragón sowie die ersten Läufe in Barcelona, Misano und Most.
Mit souveränen 85 Punkten Vorsprung auf Stefano Manzi verwandelte Bulega im ersten Lauf in Portimão mit Platz 1 den ersten Elfmeter. Übrigens: Wie vor einem Jahr Dominique Aegerter gewann der Italiener drei Rennen vor dem Ende vorzeitig die Weltmeisterschaft. Bereits seit 5. September ist offiziell, dass Bulega an die Seite von Ducati-Star Álvaro Bautista in die Superbike-WM 2024 aufsteigt.
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