'Er kann froh sein, dass ich ihn nie gefunden habe': Was Björn als Kind erlebt hat, als er von einem Priester missbraucht wurde. Missbrauch Freiburg „Der kann froh sein, dass ich ihn nie gefunden habe“
Antatschen im Auto, Küsse im Pfarramt: So abstoßend hat ein Pfarrer aus dem Erzbistum Freiburg in einer Kraichgau-Gemeinde Kinder missbraucht. Ein Opfer berichtet in SWR3.
Jahrelang haben Experten Täter und Opfer befragt, Akten ausgewertet. Am Dienstag dann ein regelrechtes Erdbeben: Der Bericht zum Missbrauch durch Priester im Erzbistum Freiburg enthält schier unfassbaren Zahlen. Über 540 Kinder und Jugendliche wurden missbraucht, mehr als 250 Priester sollen Täter sein., hat mehr als drei Jahrzehnte lang sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen systematisch vertuscht.
Björn ist heute 44 Jahre alt, führt ein gutes Leben, die Kinderzeit ist lange her. Die Erinnerungen daran allerdings nicht. Er ist einer der 540 Kinder und Jugendlichen. Er wurde als Kind von einem Pfarrer im Erzbistum Freiburg sexuell missbraucht. Damals war er in der Grundschule in einer Gemeinde im Kraichgau. Björn teilt seine Geschichte, weil er sagt: „Dieses Denken ‚ich kann das nicht erzählen, was sollen denn die anderen denken‘ ist falsch. Wir sind Opfer, nicht Täter.Im Alter von acht Jahren begann es für Björn.
Als wir mit ihm über die Dimension sprechen, dass über 250 Priestern Kinder angefasst haben sollen, schluckt er. Und relativiert dann seine Geschichte:Vom Pfarrer missbraucht und niemandem davon erzähltEs gab ja keinen Grund. Heute würde ich sagen, dass wir unaufgeklärt und naiv waren. Aus der Sicht eines Erwachsenen. Als Kinder haben wir nichts Falsches getan.Trotzdem kam die Geschichte raus, eher durch einen Zufall.
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