Die Gesundheitsausgaben nehmen zu, und die Krankenkassen-Einnahmen reichen dafür auch 2024 nicht. Wird es für die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler also teurer? Es könnte noch glimpflich ausgehen.
Auf gesetzlich Krankenversicherte kommen im nächsten Jahr voraussichtlich leicht steigende Beiträge zu - die Finanzlücke fällt aber wohl kleiner aus als zunächst befürchtet. Der zuständige Schätzerkreis ermittelte eine rechnerisch nötige Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags um 0,1 Punkte auf 1,7 Prozent, wie das Bundesamt für Soziale Sicherung am Donnerstag in Bonn mitteilte.
Auf Basis der Schätzung macht das Ministerium nun bis zum 1. November den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für nächstes Jahr bekannt. Die genaue Höhe für die 58 Millionen Kassenmitglieder und 16 Millionen beitragsfrei Mitversicherte legen die Krankenkassen dann jeweils für sich fest, sie können vom Durchschnitt abweichen. Für dieses Jahr liegt der formal festgelegte Orientierungswert bei 1,6 Prozent.
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen erklärte, die Finanzierungslücke für 2024 habe klein gehalten werden können. Der Schätzerkreis gehe derzeit von einer Größenordnung von 3,2 Milliarden Euro aus, die mit höheren Zusatzbeiträgen geschlossen werden müsse.
Die Kassen waren im Sommer noch von einem Defizit von 3,5 Milliarden bis 7 Milliarden Euro für 2024 ausgegangen. Daraus hätte sich rechnerisch ein Anstieg beim durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 0,2 bis 0,4 Prozentpunkten ergeben können. Für dieses Jahr hatte der Bundestag wegen eines sonst erwarteten Defizits von 17 Milliarden Euro eine extra Finanzspritze beschlossen.
Lauterbach betonte, das Stabilisierungsgesetz habe Wirkung gezeigt. Die Beiträge seien stabil. „Die jetzt kommenden Reformen werden die Qualität verbessern“, sagte der SPD-Politiker. GKV-Chefin Pfeiffer mahnte: „Steigende Zusatzbeiträge dürfen keine Selbstverständlichkeit werden.“ Es sei dringend geboten, dass der Gesetzgeber die Weichen für eine nachhaltige Finanzierung stelle.
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