Israels Ministerpräsident will Iran im Fall atomarer Bewaffnung militärisch drohen. Im Nahostkonflikt hält er die Zwei-Staaten-Lösung aufrecht.
Harte Worte an den Iran: Israels Ministerpräsident Jair Lapid bei der UN-Generalversammlung Foto: Mike Segar/reuters
Mit Blick auf die derzeit stockenden Verhandlungen über eine Wiederbelebung des internationalen Iran-Atomabkommens sagte Lapid, nur bei entsprechender militärischer Abschreckung könne ein „länger haltbares und stärkeres Abkommen“ mit Teheran ausverhandelt werden. Es müsse deutlich gemacht werden, dass die Welt „nicht nur mit Worten, sondern mit militärischer Gewalt“ antworten würde, falls der Iran sein Atomprogramm weiter verfolgen würde.
Israel hatte in den vergangenen Monaten bei den USA und europäischen Staaten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien intensiv dafür geworben, das 2015 abgeschlossene Atomabkommen mit dem Iran nicht wiederzubeleben. Unter Obamas Nachfolger Donald Trump stiegen die USA 2018 aber einseitig aus dem Abkommen wieder aus. Daraufhin hielt sich auch der Iran schrittweise nicht mehr an seine Verpflichtungen. Seit Monaten wird in Verhandlungen in Wien versucht, das Abkommen wiederzubeleben, zuletzt waren die Verhandlungen aber in eine Sackgasse geraten.