Zumindest müsste man nur einen halb so hohen KfW-Kredit zahlen wie Studierende. Warum die Ampel-Koalition hier falsche Prioritäten setzt.
Wenn das Geld knapp ist, muss man bekanntlich jeden Cent zweimal umdrehen. Studierende aus weniger begüterten Elternhäusern wissen das häufig besonders gut. Mal am Wochenende mit Freund*innen Party machen oder sich die Woche darauf mehr leisten zu können als Kartoffeln mit Quark, gehört da schon zu den angenehmeren Entscheidungen. Die staatliche Förderbank KfW hat die Situation von vielen Studierenden dabei noch verschärft.
Natürlich steigen gerade überall die Zinsen. Das ist geldpolitisch auch gewollt. Mit der Anhebung der Leitzinsen versucht die Europäische Zentralbank die Inflation zu bekämpfen. Die Konsequenz ist notwendigerweise, dass auch die KfW ihre Zinsen anhebt. Doch 9,01 Prozent für einen Studienkredit ist weit davon entfernt, verhältnismäßig zu sein.
Zum Vergleich: Für Häuslebauer*innen sind die Zinsen derzeit im Schnitt nur halb so hoch. Und besonders kritisch für Studierende ist, dass der Zinssatz nicht fest, sondern variabel sein kann. Das heißt, er kann sich jederzeit ändern, theoretisch sogar noch steigen, die Betroffenen haben keine Sicherheit bei den Kosten.
Folglich ist es richtig, wenn Politiker*innen wie der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Oliver Kaczmarek, die KfW auffordern, die Zinserhöhung rückgängig zu machen. Schließlich sind auf diese Kredite vornehmlich Studierende angewiesen, die nicht aus einem reichen Elternhaus kommen. Mit steigenden Zinsen steigt für sie das Risiko, in eine Schuldenfalle zu geraten.
Letztlich liegt die Verantwortung bei der Ampelkoalition. Die KfW als staatliche Förderbank untersteht letztlich der Weisungsbefugnis der Politik, genauer: des Bundesfinanzministeriums. Wenn die Ampelkoalition also zulässt, dass die KfW von Studierenden horrende Zinsen verlangt und gleichzeitig über sie großzügig Häuslebauer*innen fördert, dann setzt sie die falschen Prioritäten.
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