Knochenfunde lassen darauf schließen, dass vor 15 000 Jahren einige Stämme in Europa ihre Verstorbenen verspeisten, statt sie zu bestatten.
Vor allem im Nordwesten Europas lebten Menschengruppen, die der Magdalénien-Kultur zugeschrieben werden, die dieses Ritual praktizierten. Anstatt ihre Toten zu beerdigen, haben diese Stämme sie gegessen. Es war vermutlich Teil ihrer Bestattungskultur – und weniger eine Notwendigkeit, etwa weil es ihnen an Nahrung fehlte.
Dr. Silvia Bello, Wissenschaftlerin am Naturhistorischen Museum in London, die an der aktuellen Studie beteiligt war, erklärt in : „Das ist an sich schon interessant, denn es ist der älteste Beweis für Kannibalismus als Bestattungspraxis.“Foto: Natural History Museum, London, eine Grotte und Fundstätte in Südengland, untersucht. Auf den Knochen wurden neben zahlreichen Schnitt- und Bruchspuren auch Kauspuren entdeckt.
Dr. William Marsh, Forscher am Natural History Museum, hat im Rahmen seiner Doktorarbeit die menschlichen Überreste untersucht. Sein Ergebnis: Diese Form des Kannibalismus fand in einem wohl relativ begrenzten Gebiet statt und wurde von einem bestimmten Kreis von Menschen oft und mehrfach in kurzer Zeit praktiziert. „Wir glauben daher, dass dieses Verhalten an sich ein Bestattungsverhalten war.“
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