Eher braun als grün: Banken, die in Berichten mit ihrem Umweltgewissen prahlen, finanzieren vor allem umweltschädliche Projekte, so eine Studie.
Der erste Eindruck ist wichtig. Das gilt gerade bei der Frage, wie ernst man den Umweltschutz nimmt. Die Finanzwirtschaft veröffentlicht regelmäßig Berichte zum Stand ihrer Nachhaltigkeitsziele. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben, aber auch große Teile der Öffentlichkeit erwarten diese Transparenz. Ein internationales Forscherteam hat die Einlassungen von rund 500 europäischen Kreditinstituten in Europa untersucht und mit den Geschäften verglichen.
"Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Banken ihre Klimaziele und ihre Glaubwürdigkeit überbetonen, während sie ihre Beziehungen zu umweltschädlichen Kreditnehmern fortsetzen", heißt es in der Studie mit dem Titel"", sie war ein Thema der jüngsten EZB-Bankenkonferenz.
"Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind oft nicht mehr als wohlklingende Banken-PR, während klimaschädliche Kreditgeschäfte ungebremst weitergehen und das Erreichen der Klimaziele unmöglich machen", sagt Mauricio Vargas, Finanz- und Wirtschaftsexperte bei Greenpeace, zu den Ergebnissen der Studie.
Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, soll Europas Finanzwirtschaft die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft mit Krediten flankieren. Die Regeln der EU-Taxonomie, in denen definiert wird, welche Geschäfte als"grün" oder"braun" zu klassifizieren sind, gelten hierfür als gesetzliche Klammer."Braun" bezeichnet Unternehmensgeschäfte mit hohem CO₂-Abdruck.
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