Der IS ermordete Zehntausende Êzîd*innen. Anlässlich des Gedenktags am Donnerstag richten Überlebende Forderungen an die deutsche Politik.
Genozidüberlebende wie Jihan und Suzan Alomar übergeben ihre Forderungen an Max Lucks Foto: Finn Kantus
Insgesamt über 300.000 Menschen haben durch den Angriff des IS auf die êzîdische Religionsgemeinschaft in Shingal, im Norden Iraks, ihr Zuhause verloren. Sie leben heute in großen Camps für Binnenvertriebene in Irak, Syrien und der Türkei. Tausende wurden direkt ermordet. Tausende Frauen und teilweise unter 10-jährige Mädchen wurden von IS-Männern verkauft, verschleppt und systematisch vergewaltigt. Über 2.700 Menschen werden noch immer vermisst.
Auch die anwesenden Überlebenden beteuern Dankbarkeit, betonen aber gleichzeitig, wie viel noch zu tun ist, wie gravierend die Probleme noch sind.
Geld kommt in der Region kaum an Es bräuchte ein Sonderkontingent auf Bundesebene, um sie nach Deutschland zu holen. Bei der Umsetzung sieht er besonders Bundesinnenministerin Nancy Faeser in der Pflicht, verweist aber auch auf die Möglichkeiten der Länder, eigene Sonderkontingente aufzusetzen. Baden-Württemberg habe 2015 vorgemacht, dass es geht, sagt er.
Feleknas Uca, Vorstandmitglied der türkischen Linkspartei HDP und selbst êzîdische Kurdin, bemängelt zudem die Sicherheitslage in der Region. Besonders die Türkei greife die êzîdischen Gebiete immer wieder an. 2021 wurde gar ein neu aufgebautes Krankenhaus zerstört, so Uca. Diese Angriffe müssten gestoppt werden.
France Dernières Nouvelles, France Actualités
Similar News:Vous pouvez également lire des articles d'actualité similaires à celui-ci que nous avons collectés auprès d'autres sources d'information.
Minister Pistorius: Der Sanitätsdienst gilt als einer der Besten in der WeltKoblenz / Ulm (ots) Einen Einblick in die Rettungskette und in die Ausbildung ukrainischer Kräfte erhielt Verteidigungsminister Boris Pistorius b
Lire la suite »