Verheerende Folgen der Energiekrise: Wegen stark steigender Energiepreise mussten bereits Anfang September zwei Produktionsanlagen in Europas größtem
Stahlkonzern ArcelorMittal dicht machen. Nun spricht sich Leiter Uwe Braun für einen europaweit einheitlichen Strompreis aus. In Hamburg wird derweil eine Anlage für die nächsten Monate stillgelegt und die Produktion „deutlich“ runtergefahren. Jobs sind in Gefahr, eine Abwanderung ins Ausland droht.
Der Leiter des Hamburger Stahlwerks von ArcelorMittal, Uwe Braun, hat sich angesichts explodierender Energiekosten für einen europaweit einheitlichen Strompreis ausgesprochen. „Am besten wäre ein Preis von 60 Euro, das entspricht sechs Cent pro Kilowattstunde“, sagte Braun in einem Interview mit der „Zeit“.
Derzeit liege der Strompreis bei mehr als 400 Euro pro Megawattstunde. „Außerdem schwanken die Strompreise extrem stark – zuletzt kostete eine Megawattstunde mal 500 Euro und mal 1000 Euro.“ Beim Erdgas wiederum habe sich der Preis innerhalb eines Jahres von im Schnitt 25 Euro pro Megawattstunde verachtfacht. Das sei ein riesiges Problem.Arcelormittal, zweitgrößter Stahlkonzern der Welt, produziert in seinem Hamburger Werk pro Jahr rund 700.000 Tonnen Walzdraht.
Grundsätzlich habe er große Sorgen, dass Stahlwerke wie das Hamburger dauerhaft ins Ausland abwandern könnten. Auch fürchte er, dass es in der Hansestadt zu einer De-Industrialisierung kommen könne, wenn nicht stärker auf die Energiepreise Einfluss genommen werde. „Wir importieren gerade mehr Vorprodukte denn je, statt sie selbst herzustellen. Auf Dauer kostet das Jobs“, warnte Braun.
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