Die Amphibien produzieren eines der stärksten bekannten Halluzinogene. Doch der Grund dafür ist unklar. Die Untersuchung ihrer Nahrung liefert jedenfalls Überraschungen.
Wer in der Wüste als Amphibium überleben will, muss hartgesotten, aber nicht wählerisch in seiner Nahrungsauswahl sein. Auf die Coloradokrötetrifft dies zu: Sie kommt in der Sonorawüste im Südwesten der USA vor und wehrt Fressfeinde mit einem starken Hautgift ab, das beim Menschen kurze, aber sehr heftige psychedelische Zustände auslöst.
Die Arbeitsgruppe hatte die Nahrung der Tiere im Verdacht, die zum Teil aus giftigen Ameisen und Käfern besteht. Sie fingen daher knapp 30 Coloradokröten rund um Tuscon ein, pumpten ihnen die Mägen aus und untersuchten die darin gefundenen Beutereste. Zum Vergleich diente der Mageninhalt von weiteren 21 Kröten aus der Region, die keine Halluzinogene erzeugen.
Recht schnell war klar, dass die Coloradokröten hartgesottene Esser sind, die gerne Insekten und andere Wirbellose verspeisen, die sich potenziell mit Gift wehren können. Neben verschiedenen Ameisen und Käfern fanden Luccioni und Co giftige Spinnen, Wespen und in einem Fall sogar die Überreste eines Skorpions, dessen Stich bei Menschen extreme Schmerzen und sogar den Tod auslösen kann .
Nach Ansicht der Arbeitsgruppe scheidet die Nahrung deshalb als primäre Quelle der Droge aus. Zuvor wurde vermutet, dass die Kröten die Verbindung mithilfe eines Enzyms namens 5-Hydroxyindol-O-Methyltransferase erzeugen könnten. Deren Nachweis steht bei den Coloradokröten bislang aber noch aus. Völlig außen vor ist die These allerdings nicht.
Für die Amphibien hat der Stoff allerdings nicht nur Vorteile: Ihr Bestand schrumpft, weil Menschen mit Konsum des Schleims auf einen Trip gehen wollen. Wilderer gehen deshalb gezielt auf die Suche nach den Kröten, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.
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