Kein Amt erfüllt das Plan-Soll, doch die Spannbreite ist groß: In einem Bezirk sind sogar 63 Vollzeit-Stellen unbesetzt. Besonders arg ist die Lage der Sozialpsychiatrischen Diensten.
Berlins Gesundheitsämter stehen unter Druck, die Personalnot hat sich trotz vereinzelter Werbekampagnen der Bezirke sogar zugespitzt. Gesuchten werden unter anderem Ärzte, Therapeuten, Übersetzer, Techniker und Sozialpädagogen – und zwar in fast allen Bezirken.Aktuelle Nachrichten, Hintergründe und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen.
Mit fast 63 Vollzeitstellen, verteilt auf bis zu 100 einzelne Beschäftigte, fehlt dem Gesundheitsamt in Tempelhof-Schöneberg am meisten Personal: Von den 202 Planstellen sind nur 139 besetzt. In Treptow-Köpenick ist die Lage noch am besten: Dort sind 111 von 126 Soll-Stellen besetzt. Insgesamt sind von 2009 Planstellen in den Gesundheitsämtern der Stadt 1638 besetzt. Das geht aus einer Vorlage der Verwaltung von Gesundheitssenatorin Ina Czyborra für den Haushaltsplan für 2024/25 hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt. Es fehlen in den Bezirken also zusammengenommen 371 Männer und Frauen mit zahlreichen Qualifikationen, wenn sie in Vollzeit arbeiten wollten – aufgeteilt in Teilzeitjobs bräuchte es noch deutlich mehr Fachkräfte.
In den im Behördenjargon mit SpD abgekürzten Abteilungen kümmern sich Ärzte, Sozialarbeiter und Psychologen um Einwohner mit psychischen Erkrankungen, schwerer Sucht und geistigen Beeinträchtigungen. Dazu gibt es Treffen in den Ämtern selbst, aber auch Hausbesuche. Zudem kann sich das Umfeld von Betroffenen beraten lassen. Der Sozialpsychiatrische Dienst darf bei einer akuten Selbst- oder Fremdgefährdung eine Zwangseinweisung einleiten.
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