Angeschlagener Uniper-Konzern steht vor Verstaatlichung
Der deutsche Staat soll mehrheitlich bei dem angeschlagenen Energiekonzern Uniper einsteigen. Dazu sei Uniper in „abschließenden Gesprächen“ mit dem Bund und der finnischen Muttergesellschaft Fortum, teilte das Düsseldorfer Unternehmen mit.
Uniper ist ein international tätiger Energiekonzern, der Strom und Gas an Großhandelskunden wie Stadtwerke und Industrieunternehmen verkauft und auch in der Gasspeicherung aktiv ist. Das Unternehmen hängt stark vom Gashandel mit Russland ab und geriet in der aktuellen Gaskrise wegen der ausbleibenden russischen Lieferungen und der hohen Kosten für die Ersatzbeschaffung in Finanznöte.
Im Ergebnis sei geplant, dass der Bund eine „signifikante Mehrheitsbeteiligung“ an Uniper erhalte, hieß es in der Pflichtmitteilung an die Märkte. Die finale Vereinbarung sei aber „noch nicht abgeschlossen“.